Für welche Art von Organisation werden Sie in der Zukunft arbeiten?

 

 

 

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Für welche Art von Organisation werden Sie in der Zukunft arbeiten?

von John Minnick, Senior Director, Global STeP Team, Atos

 

Im Jahre 2001 hat Ray Kurzweil, Futurist und Chefingenieur bei Google, vorausgesagt, dass wir in den nächsten 100 Jahren einen technologischen Wandel sehen würden, der dem von 20.000 Jahren entspricht.

 

Der rasante Fortschritt, der auf den vier disruptiven Pfeilern Cloud-Technologie, Big Data, Social Media und Mobiltechnologie basiert, hat radikale Auswirkungen auf unseren Alltag und unser Arbeitsleben.

 

Wie werden die von diesen Technologien beeinflussten Organisationen der Zukunft aussehen?

 

Wir haben einen Punkt erreicht, an dem die Einführung neuer digitaler Technologien für den Erfolg von Organisationen in einer kompetitiven Unternehmenslandschaft nicht mehr ausreicht. Unternehmen werden nur dann erfolgreich sein, wenn sie ihr Geschäftsmodell, ihre Netzwerke, ihre Unternehmenskultur und ihre Kundenbeziehungen digital ausgerichtet haben, untermauert von Vertrauen.

 

Mögliche Arbeitsplatzszenarien

 

Im Folgenden stelle ich drei von PwC beschriebene potenzielle Szenarien eines zukünftigen Arbeitsplatzes vor, die darlegen, wie mit der digitalen Transformation verschiedene Organisationstypen entstehen, die Services für vernetzte Konsumenten erbringen.

 

1. Im ersten Szenario würde der von bahnbrechenden technologischen Erneuerungen und schonungslosem Leistungsdruck vorangetriebene Großkapitalismus den Ton angeben. Dank der aufkommenden Cloud-Technologie könnten wir immer häufiger an jedem Ort arbeiten, von überall auf unsere Dateien und Systeme zugreifen und einfacher mit Kollegen weltweit zusammenarbeiten. In diesem Szenario wird zunehmend um Talente gekämpft, gleichzeitig wird Data Profiling zur Vorhersage von Kundentrends und der Eignung zukünftiger Mitarbeiter immer wichtiger. Dies ist zum Teil bereits Realität und vorausschauende Unternehmen wenden bereits heute soziale Technologien an, um über zahlreiche Funktionen und Standorte hinweg zusammen zu arbeiten.

 

2. Das zweite Szenario nimmt an, dass soziale Verantwortung die Agenda von Unternehmen bestimmt, wobei der kluge und effizientere Umgang mit Ressourcen entscheidend ist. Zum Teil ist das eine Reaktion auf Ansprüche und Erwartungen der Kunden. Technologie und das Internet tragen entscheidend dazu bei, völlige Transparenz über die Konsequenzen und ethische Ausrichtung von Unternehmensaktivitäten zu schaffen. Cyber-Bedrohungen weiten sich aus und Kunden machen sich immer mehr Sorgen über persönliche Daten und digitale Sicherheit. Vertrauen und die Einhaltung von Verhaltensregeln werden zu Schlüsselfaktoren für nachhaltiges Unternehmertum.

 

3. Das dritte Arbeitsplatzszenario besagt, dass sich Unternehmen in kleinere kollaborative Netzwerke aufspalten werden und dass die Weltwirtschaft immer spezialisierter wird. Der Trend zu sogenannten „Portfolio-Karrieren“ wird dies beschleunigen, da Arbeitnehmer die größere Flexibilität, Vielfalt und Selbstbestimmung zu schätzen lernen, dank derer sie verschiedene Berufe ausprobieren können und nicht für ihr gesamtes Arbeitsleben auf eine Laufbahn beschränkt sind. Für jedes Unternehmen wird ein wichtiger Faktor sein, den Erwartungen von Kunden und Mitarbeitern gerecht zu werden. Innovation und Zusammenarbeit sowie ein dynamisches Miteinander und eine Startup-Kultur zu bieten, in der Ideenfindung, Vertrauen, Risikobereitschaft und Bescheidenheit ebenfalls bedeutsam sind, wird von größter Wichtigkeit sein.

 

Tatsächlich wird es wohl eine Mischung dieser drei Organisationstypen geben, die durch die Digitalisierung von Kunden und Mitarbeitern entstehen. Eine weitere Option könnten „Instant Start-ups“, sein, die sich aus digitalen Entwicklungen, Clouds und sozialen Medien ergeben. Diese könnten etwa mit wenigen Mitarbeitern und einer Idee beginnen und das Internet dazu nutzen, den Rest der Arbeit innerhalb kürzester Zeit an Dritte zu übergeben, ohne dafür Räumlichkeiten zu benötigen. Alles ist möglich und machbar! Unternehmen müssen die Welt mit „digitalen Augen“ sehen und sich selbst neu erfinden, damit die unternehmerische Zukunft beginnt.

John Minnick, Senior Director, Global STeP Team, Atos

In den letzten zehn Jahren hat John ein weltweites Team von Unternehmensarchitekten geleitet, die die technischen Designprinzipien für Organisationen in 190 Ländern entwickeln. Sein Team ist für die Definition von Rahmenbedingungen für die Beschaffung. Entwicklung und Integration von Technologie verantwortlich.  John Minnock besitzt umfangreiche Erfahrungen im Technologiebereich. Er war bereits CIO und Manager im Ingenieurwesen, in Produktion und Informatik sowie in der Leitung von fünf Start-up-Unternehmen und verfügt über Fachkenntnisse bei einer Vielzahl von Software-Plattformen. Er ist Mitglied zahlreicher Industrie- und Kundenbeiräte und Leiter von Teams für technische Normen. Als Gründungsmitglied verschiedener industrieweiter Teams ist er auch maßgeblich an der Standardisierung von Technologien am Arbeitsplatz beteiligt. John Minnock ist Verfasser von 17 technischen Fachbeiträgen für IEEE sowie Dutzenden Beiträgen im Internet und in Fachzeitschriften. Er ist regelmäßig Redner auf Konferenzen, einschließlich des Siemens Summits, der TechEd und auf Vertriebstagungen, sowie bei Industrie- und Kundenbeiräten. Er ist ein von Dale Carnegie beurkundeter Team Builder und Gewinner von zwei Auszeichnungen für die Entwicklung von Grafikprogrammen sowie des begehrten Tully Preises für Teamarbeit und Kommunikation.

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