Gehören Daten ins Regal?

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Sean Catlin, CTO von Canopy

 

In den letzten Jahren hat das Thema Big Data an Bedeutung gewonnen. Vor Beginn des digitalen Zeitalters gab es große Mengen von “strukturierten” Daten, aber seitdem wir E-Mail, Twitter, SMS und Facebook nutzen und Videos hochladen, schaffen wir riesige, unstrukturierte Datenmengen, mit denen sich Unternehmen auseinandersetzen müssen.

 
Da sich der Wert von Daten im Laufe der Zeit für eine Organisation ändert, müssen IT-Fachleute diese entsprechend verwalten. Sie können sie aussortieren, archivieren oder endgültig löschen.

 

Aber wenn sich alle diese Daten in einer Cloud- oder Hybrid-Cloud-Umgebung befinden, ergeben sich hinsichtlich des Information Lifecycle Managements (ILM) weitere Herausforderungen.

 

CIOs müssen zuerst einmal entscheiden, welche Daten an welchen Anwendungsmodus geknüpft sind, wie z.B. ortsunabhängig, privat, öffentlich oder in einer Hybrid-Cloud-Umgebung. Bei dieser Entscheidung müssen drei Aspekte berücksichtigt werden:

 

  • Erstens: Wenn Daten immer verfügbar sein sollen, sollten sie vorzugsweise lokal abgespeichert werden.
  • Zweitens: CIOs müssen sicherstellen, dass geeignete Backup- und Recovery-Prozeduren sowie Verfügbarkeitsverträge bestehen.
  • Schließlich muss man auch die Kosten in Betracht ziehen, die entstehen, wenn Daten von und zur Cloud übertragen werden. Mit einer Datenbereinigung vor der Speicherung in einer gehosteten Umgebung kann man enorme Kosten vermeiden.

Moderne ILM Strategien beruhen vor allem aus Kostengründen auf einem mehrschichtigen Ansatz. Ausschlaggebende Faktoren bei einem solchen Entscheidungsfindungsprozess sind Verfügbarkeit von Daten, Leistungsfähigkeit, Backup und Recovery, sowie Kosten. Außerdem müssen Unternehmen einen Anbieter mit den entsprechenden ILM- und Sicherheits-Tools finden, die aber nicht die einfache Handhabung bei Speicherung und dem Erstellen von Datenauszügen beeinträchtigen dürfen.

Man muss also die richtige Balance finden zwischen verschiedenen Abstufungen, und z.B. erfolgskritische Anwendungen und ältere Daten unterscheiden. Archivierte Daten kann man in langsameren und günstigeren Speichern aufbewahren. Bei unternehmenswichtigen Apps muss bedacht werden, welche Bedeutung Vertrauen und Kontrolle haben. Die IT-Abteilung muss den vom Unternehmen benötigten Grad der Kontrolle kennen, die bereits bestehenden Kontrollmechanismen verstehen sowie deren eventuell bestehende Schwächen identifizieren, bevor ein Plan zur Beseitigung der Schwachstellen umgesetzt wird. In naher Zukunft wird es noch wichtiger, zu verstehen, wo und wann unternehmenskritische Apps in die Cloud verlagert werden können, da Unternehmen aktuell Pilotprojekte zur Verlagerung von Geschäftsfunktionen in die Cloud durchführen.

Unternehmen, die ihre ILM-Infrastruktur heute schon in Ordnung bringen, werden flexibel bleiben und können in den kommenden Jahren, wenn sich Big Data weiter etabliert und Echtzeit-Analytics an Bedeutung gewinnt, teure Änderungen vermeiden. Ein schneller, zuverlässiger und sicherer Zugriff auf Informationen wird ausschlaggebend sein, um zum wahrhaft digitalen Unternehmen zu werden und in einer cloud-fähigen Welt wettbewerbsfähig zu bleiben.

Sean Catlin ist CTO bei Canopy, der Atos Cloud. Sean ist ein begeisterter Verfechter von Clouds und ein motivierter Business Technologist, dessen Verantwortungsbereich die Unterstützung von Unternehmenskunden bei der Transformation zum Digitalgeschäft ist. In den letzten zwei Jahren hat er eine der fortschrittlichsten weltweiten Hybrid-Cloud-Plattformen sowie einige der führenden Plattformen in der Branche für Big Data, Analytics und Entwicklung der nächsten Generation geschaffen.

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