Können vernetzte Fahrzeuge die nächste technische Revolution auslösen?

 

 

 

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Vernetzte Fahrzeuge: die nächste große technische Revolution?

von François Gatineau, Leiter von M2M & Mobilität, Worldline

 

Wenn Sie die Messe für Unterhaltungselektronik CES im Januar in den USA genauer verfolgt haben, dann wird Ihnen aufgefallen sein, dass vernetzte Fahrzeuge bei vielen klar als die nächste große technische Revolution gehandelt wird.

 

Heute werden gerade einmal 10 Prozent aller Fahrzeuge bei der Herstellung vernetzt, aber bis zum Jahre 2020 werden es unglaubliche 90 Prozent sein!

 

Die Vernetzung von Fahrzeugen verspricht Automobilherstellern aufregende neue Möglichkeiten durch ein verbessertes Fahrerlebnis und gesteigerte Leistungsfähigkeit des Fahrzeugs. Vernetzte Autos eröffnen Herstellern neue, wichtige Ertragsströme und tragen zu verbesserter Kundentreue bei. Welche Projekte sind momentan in Arbeit und wie wird sichergestellt, dass vernetzte Autos nicht nur ein kurzer Modetrend sind?

2015 – das Jahr für vernetzte Fahrzeuge?

Bei der CES 2015 haben Automobilhersteller ihre neueste Elektronik im Fahrzeug sowie selbstfahrende Autos vorgestellt. Wir haben den fahrerlosen Audi A7 bei seiner Reise von San Francisco nach Las Vegas auf fast 900 Kilometern beobachtet, und BMW hat darüber gesprochen, innerhalb von ein oder zwei Jahren Autos zu verkaufen, die selbst parken und deren Instrumente mit Handgesten bedient werden können. Andernorts hat Toyota sein neues elektrisches Auto präsentiert, den Mirai, der fast 500 Kilometer mit einem einzigen Ladezyklus zurücklegen kann. Alle diese Entwicklungen deuten an, dass dieses Jahr tatsächlich das Jahr für vernetzte Fahrzeuge sein könnte.

Den Tank per Knopfdruck füllen

Bei Worldline tragen wir aktiv zur Revolution der vernetzten Fahrzeuge bei. Im Jahre 2012 haben wir gemeinsam mit Renault die berührungsempfindliche R-Link Cloud-Service-Plattform eingeführt. Das Tablet ist in das Armaturenbrett eingebaut und agiert als ein im Fahrzeug integriertes Zahlungssystem, das es Fahrern erlaubt, während der Fahrt einzukaufen. Wenn Ihnen zum Beispiel der Kraftstoff ausgeht, könnte eine Anzeige auf dem Gerät erscheinen, die Ihnen ein Angebot an der nächstliegenden Tankstelle macht. Da Ihre Zahlungskarte bereits bei Ihrem Fahrzeug registriert ist, können Sie sich die Eingabe Ihrer Zahlungsdaten sparen und durch ein zugeordnetes Fast-Track-Verfahren tanken und Zeit sparen.

Zukünftige Herausforderungen

Diese sind nur einige Beispiele von heute in Arbeit befindlichen Projekten. Bevor vernetzte Fahrzeuge jedoch die Norm werden können, muss man noch einige wichtige Aspekte bedenken. Cyber-Sicherheit ist zum Beispiel ein zentrales Problem. Man hört jetzt schon von Hackern, die Technologien im Automobil ausnutzen könnten, um die Brems-, Lenk- und Beschleunigungsvorgänge zu steuern. Hersteller müssen deshalb eng mit ihren Technologie-Lieferanten zusammenarbeiten, um die Sicherheit der Systeme zu gewährleisten und diese neue Art von Cyber-Angriffen zu verhindern.

 

Verbraucherdatenschutz ist ein weiterer diskussionswürdiger Aspekt, da Technologie-Anbieter und Werbeträger Druck auf Hersteller ausüben, ihre vernetzten Fahrzeugdaten an sie weiterzuleiten. Sie wollen die Verbraucher gezielter ansprechen und ein besseres Fahrerlebnis bieten. Aber es ist wichtig, dass die Grenze zwischen erweiterten Betriebseigenschaften und Privatsphäre nicht zu sehr verwischt, damit Verbraucher den größtmöglichen Nutzen aus der im Fahrzeug eingebauten Technologie ziehen, ohne dabei das Gefühl zu haben, dass ihre Rechte in unangemessener Weise beeinträchtigt werden.

 

Vernetzte Fahrzeuge eröffnen Verbrauchern, Fuhrparkleitern sowie Herstellern eine aufregende Welt. Allerdings müssen Aspekte wie Sicherheit und Datenschutz erst noch weiter debattiert werden, bevor vernetzte Fahrzeuge wirklich durchstarten können.

François Gatineau

François Gatineau ist Leiter der Business Division M2M und Mobilität bei Worldline. Er ist für die Gesamtstrategie und Vision für Connected Living von Worldline und die Vermarktung der innovativen Produktpalette und hochentwickelter Lösungen zuständig. Er begann 2005 bei Worldline als Manager der Telekommunikationsabteilung und wechselte 2006 zu M2M.

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