Meine Privatsphäre gehört mir: fünf einfach Tipps zum Schutz persönlicher Online-Daten

 

 

 

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Meine Privatsphäre gehört mir:
fünf einfache Tipps zum Schutz persönlicher Online-Daten

von Michael Symonds, Business Technologist und Principal Solutions Architect bei Atos

 

Ist die unzulässige Veröffentlichung von Fotos Anlass zur Besorgnis oder sollten wir Verletzungen der Privatsphäre als ein unvermeidbares Phänomen akzeptieren?

 

Bis zu einem gewissen Grad sollte man undichte Stellen in der persönlichen Datenspeicherung einfach akzeptieren. Bei den Datenmengen, die durch eine Reihe von Diensten hochgeladen und ausgetauscht werden, ist es unvermeidlich, dass einige Informationen unbeabsichtigte Abnehmer finden (z.B. das Foto von einer feucht-fröhlichen Party an der Uni, das auf dem Bildschirm eines potenziellen Arbeitgebers landet). In der Regel sollten wir es unterlassen, uns über vergangene Indiskretionen von Verwandten oder möglichen Arbeitgebern lustig zu machen – schließlich haben Sie wahrscheinlich in Ihrer Jugend ähnliche Dinge angestellt, allerdings ohne digitale Spuren zu hinterlassen!

 

In den vergangenen Jahrzehnten mussten wir unsere Fotos im Labor entwickeln lassen, was zur Selbstzensur führte. Solange Fotos nur als Papierausdruck verfügbar waren, konnten sie nur sehr wenige Menschen betrachten, nicht so wie heute, wo man sie mit wenigen Mausklicks um die Welt schicken kann.

 

Da immer mehr Menschen öffentlichen Cloud-Diensten misstrauen, entsteht ein Markt für „persönliche Clouds“. Dabei handelt es sich um Geräte, die zu Hause installiert werden und Nutzern den Zugang zu ihrer eigenen privaten Cloud-Plattform ermöglichen, wo sie Sicherungskopien speichern, Dateien austauschen und archivieren können.

 

Wenn Sie öffentliche Clouds benutzen, können Sie trotzdem einige Sicherheitsvorkehrungen treffen:

1. Schützen Sie alles mit einem geeigneten Passwort

Passwörter sollten nicht zu einfach (z.B. nicht Ihr Vorname) und vorzugsweise etwas länger sein (über 20 oder 30 Zeichen), aber nicht zu kompliziert (z.B. „piH4rt3Rp&5C“), damit Sie nicht in Versuchung geraten, sie aufzuschreiben.

2. Schließen Sie nicht alle Türen mit demselben Schlüssel ab

Die Passwörter sollten nicht für jeden Service identisch sein, besonders nicht für wichtige Dienstleistungen wie Online-Banking. Ein möglicher Ansatz wäre, verschiedene Passwörter für Dienste von großer Bedeutung, aber lediglich ein einheitliches Passwort für alles weniger Wichtige zu benutzen.

3. Finden Sie einen effektiven Trick zur Passworterinnerung

Wenn man mehrere Passwörter hat, kann es schwierig werden, sich an alle zu erinnern, vor allem wenn man viele Cloud-Dienstleistungen in Anspruch nimmt. Gedächtnisstützen wie Wortassoziationen oder Gedächtnispaläste sowie Passwort Management Systeme (z.B. LastPass) können Ihnen dabei helfen, den Überblick zu bewahren.

4. Nutzen Sie die in Dienstleistungen integrierte Privatfunktionen

Wenn Sie soziale Medien wie Facebook nutzen, sollten Sie auf die Einstellungen zur Privatsphäre achten, um zu überprüfen, wer Ihre Posts sehen kann. Sind es nur Freunde oder Freundesfreunde? Seien Sie sich auch bewusst, dass Dienste manchmal die Systemgrundeinstellungen eigenmächtig ändern. Sie müssen also ab und zu Ihre Einstellungen überprüfen oder neue Regeleinstellungen vornehmen.

5. Verlassen Sie sich nicht ausschließlich auf die Cloud

Es ist besser, Sicherheitskopien Ihrer Daten auf Ihrem eigenen Gerät zu speichern als sich ausschließlich auf Clouds zu verlassen. Man kann in regelmäßigen Abständen Tools wie externe Festplatten oder ein Heim-NAS-Gerät zur Speicherung von Sicherheitskopien verwenden. Was passiert ansonsten mit Ihren kostbaren Fotoarchiven, wenn sie sich auf einer Cloud befinden und die Cloud pleitegeht?

Mick Symonds

Mick Symonds ist Principal Solutions Architect bei Atos und lebt in den Niederlanden. Er arbeitet seit über 30 Jahren in der IT-Branche und hat eine Reihe verschiedener Positionen als Techniker, im Marketing, in allgemeinen Führungsaufgaben und in der Beratung bekleidet. Sein besonderes Augenmerk galt dabei immer der laufenden Betreuung von IT-Infrastrukturdiensten und ihrer Entwicklung.

Den größten Teil seiner Zeit verbringt er neuerdings mit der Scientific Community und der Entwicklung von Helix Nebula, einer neuen europäischen Initiative zur Bereitstellung gebündelter Cloud-Dienste für öffentliche Organisationen.

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf.

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