Zu Ihren Diensten: Ein Roboter als Butler

 

 

 

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Zu Ihren Diensten: Ein Roboter als Butler

von François Gatineau, Leiter von M2M & Mobilität, Worldline

 

Stellen Sie sich eine Welt vor, in der Ihnen Roboter bei der Hausarbeit helfen.

 

Und zwar nicht nur bei einfachen Aufgaben wie beim Einschalten des Lichts, sondern auch bei anspruchsvolleren Tätigkeiten wie der Überwachung einer Pfanne auf dem Herd, der Bewässerung der Pflanzen im Garten und beim Tragen von schweren Gegenständen für ältere und behinderte Menschen.

 

Mit dem Aufkommen vernetzter Technologien handelt es sich hierbei nicht mehr nur um Fantasie. Unser Zusammenleben mit diesen „Butlern” wird bereits jetzt Wirklichkeit dank der Entwicklung von neuen Sensoren.

 

Organisationen in der ganzen Welt treiben Innovation bei Robotern voran, von Robotern in Japan, die menschliche Gefühle erkennen können, bis zu Robotern in Großbritannien, die Kindern das Programmieren beibringen. Wir alle wissen, dass Smartphones in unserem alltäglichen Leben eine immer größere Rolle spielen. Wir benutzen sie zur Kommunikation mit Freunden, zum Abfragen unseres Kontostandes und zum Einkaufen. Roboter könnten die Smartphones von morgen werden, vorausgesetzt sie verfügen über die entsprechenden Fertigkeiten.

 

In Zusammenarbeit mit SOMFY, einem Unternehmen für intelligente Haustechnik, forschen und entwickeln wir für den Bau eines Roboters, der bei der Hausarbeit hilft. Die Dienstleistung beinhaltet eine Hausautomationsplattform, die den Roboter anweist, eine Reihe von verschiedenen Tätigkeiten im Haus zu verrichten. Das Projekt hat in diesem Jahr einen Preis im Bereich „Connected Objects“ gewonnen und großes Potenzial für die Anwendung im Bereich Telegesundheit und Haushaltsführung zur Unterstützung von älteren und behinderten Menschen.

 

Lassen Sie mich hier einige weitere laufende und zukunftsweisende Projekte aus aller Welt vorstellen.

Butler in vernetzten Wohnungen

Für uns ist einer der faszinierendsten Aspekte bei Robotern die Tatsache, dass wir bei manchen Aufgaben die menschlichen Abläufe fast exakt nachahmen können. Das haben wir uns bei unserem Worldline Pilotprojekt „Yves“ zum Ziel gesetzt. Unsere Roboter sind so angelegt, dass sie die Rolle eines Butlers übernehmen und Menschen bei der täglichen Hausarbeit unterstützen und zuhause den größtmöglichen Komfort bieten können. „Yves“ ist mit Lichtsensoren und Spracherkennungstechnologie ausgestattet, damit er die Tageszeit erkennen kann und genau weiß, wann die Jalousien am Morgen geöffnet werden oder am Abend das Licht eingeschaltet werden muss. Er versteht auch Befehle, mit deren Hilfe er Haushaltsgeräte an- oder ausschalten kann, die Zentralheizung regeln oder sogar Kindern beim Lesen zuhören kann.

Roboter bei der Alterspflege

Atos und Worldline nehmen am futuristischen europäischen Projekt ALFRED zur Entwicklung eines virtuellen Butlers für ältere Mitbürger teil. Das von der Europäischen Kommission mitfinanzierte Forschungs- und Entwicklungsprojekt umfasst hochentwickelte sprachliche Interaktion und lebenswichtige Überwachungsfunktionen zur Förderung von Unabhängigkeit und sozialer Integration im Alter. Das Ziel von ALFRED ist die Bereitstellung eines mobilen, persönlichen Assistenten für ältere Menschen, mit dessen Hilfe sie ihre Unabhängigkeit bewahren können und gleichzeitig die Abstimmung mit ihren Pflegekräften vereinfacht wird. Die Anwendung von Spitzentechnologie wie hochentwickelter Sprachinteraktion wird es Menschen ermöglichen, sich mit dem interaktiven Assistenten zu unterhalten. Erste Versuche finden 2015 in Frankreich, Deutschland und den Niederlanden statt.

 

Japan ist führend im Roboter-Wettlauf und besitzt einen der größten Märkte für Roboter. 2012 hatte dieser Markt ein Volumen von 860 Milliarden Yen (€5,89 Milliarden), bis 2020 soll es sich auf 2,85 Milliarden Yen (€19,54 Milliarden) verdreifachen.

 

Einer der wichtigsten Gründe für Japans wachsenden Roboter-Markt ist die schnell alternde Bevölkerung. Gegenwärtig sind 22% der Bevölkerung über 65 Jahre alt während die Geburtenrate abnimmt. Der daraus resultierende steigende Bedarf an Pflegepersonal führt dazu, dass viele Unternehmen Roboter in der Altenpflege einführen.

Roboter im Erziehungswesen

Roboter bringen Schülern zwar nur Grundkenntnisse im Lesen bei, aber sie unterrichten bereits Neunjährige im Programmieren, zum Beispiel im Rahmen eines neuen Grundschullehrplans in Großbritannien. 2014 wurde in Großbritannien zum „Jahr des Codes“ (Year of Code) erklärt, um so die nächste Generation von Informatikern zu ermutigen und Kinder mit den Fertigkeiten auszustatten, die sie für die Neugestaltung von industriellen Abläufen in der Zukunft benötigen. Und Großbritannien ist mit dieser Initiative nicht allein: Israel und Estland sind weitere Vorreiter, die Programmieren als Schulfach eingeführt haben. Wenn wir unseren Kindern schon von klein auf beibringen können, Roboter zu programmieren, statten wir künftige Generationen mit den notwendigen Fähigkeiten aus, eine Führungsrolle in der Revolution der Robotik zu übernehmen.

Francois Gatineau

François Gatineau ist Leiter der Business Division M2M und Mobilität bei Worldline. Er ist für die Gesamtstrategie und Vision für Connected Living von Worldline und die Vermarktung der innovativen Produktpalette und hochentwickelter Lösungen zuständig. Er begann 2005 bei Worldline als Manager der Telekommunikationsabteilung und wechselte 2006 zu M2M.

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