Gesundheit und Zufriedenheit am Arbeitsplatz

 

 

 

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Gesundheit und Zufriedenheit am Arbeitsplatz

von Andrew Kinder, Chefpsychologe, Atos


Es ist offensichtlich, dass es eine Verbindung zwischen einer zufriedenen Belegschaft und einem erfolgreichen Unternehmen gibt.

 

 

Mitarbeiter, denen ihre Arbeit gefällt, die seelisch und körperlich gesund sind, sind motivierter und produktiver als unglückliche Kollegen. Allerdings müssen Belegschaften in der ganzen Welt mit steigender Arbeitsbelastung und –anforderungen zurechtkommen, die zu vermehrtem Stress führen.

 

Eine Studie der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz zeigt, dass sich 25% aller Angestellten in Europa ständig oder meistens gestresst fühlen. Dieselbe Anzahl gab auch zu, dass die Arbeit einen negativen Einfluss auf ihre Gesundheit hat. Eine Studie von Gallup zeigt ebenfalls, dass lediglich 13% der Angestellten in 142 Ländern sich auch psychologisch bei der Arbeit engagieren, was einem Verlust von Hunderten von Milliarden Euro pro Jahr an geschäftlichem Einkommen entspricht. Was also verursacht diesen enormen Druck am Arbeitsplatz und was wird getan, um ihm entgegenzutreten?

Die Ursachen von Stress am Arbeitsplatz

Eine Ursache liegt darin, dass die Technologie die Grenze zwischen unserer Privat- und Arbeitssphäre verwischt hat. Das hat eine Generation von Mitarbeitern geschaffen, die scheinbar nie abschalten können. Manche von uns fühlen sich verpflichtet, die E-Mail gleich nach dem Aufwachen zu überprüfen, und es mag auch das Letzte sein, das wir tun, bevor wir abends das Licht ausschalten. Das heißt, wir haben weniger Zeit zur Entspannung zu Hause und fühlen uns den Großteil der Zeit „unter Strom“. Eine direkte Konsequenz dieser „Kultur der Unmittelbarkeit“ ist eine gesteigerte Erwartungshaltung: man erwartet sofortige Ergebnisse von sich selbst und vom Arbeitgeber, wodurch sich der Stress erhöht. Bei dem Versuch, alles zu bewältigen füllt sich auch unser Privat- und Berufsleben immer mehr – von unserer Arbeitsbelastung bis zur Organisation unseres hektischen sozialen und familiären Lebens.

 

Damit einher geht die zunehmende Sehnsucht nach materiellem Reichtum, die wie eine Grippe um sich greift. Unsere Gesellschaft versinkt im Konsumdenken:  je reicher wir werden, desto mehr kaufen wir. Menschen erschöpfen sich immer mehr bei dem Versuch, ständig ihr Einkommen zu steigern, um mit dem Konsumverhalten ihrer Mitmenschen mitzuhalten oder es sogar zu überbieten. Aber Konsum macht uns nicht unbedingt glücklicher und es gibt Anzeichen dafür, dass das Gegenteil der Fall ist. Das Streben nach materiellem Reichtum kann laut einer These des britischen Psychologen Oliver James, der viele von Ihnen wahrscheinlich zustimmen werden, vermehrt mentale Gesundheitsprobleme wie Depressionen zur Folge haben.

Gesundheit und Zufriedenheit fördern

Angesichts dieses Dilemmas ist es die Pflicht der Führungskräfte von Unternehmen, den Stress für die Belegschaft zu reduzieren und Initiativen zur Förderung von Wohlergehen zu unterstützen. Bei Atos sind wir entschlossen, das Erleben von Arbeit und Freizeit unserer Belegschaft zu verbessern. Deshalb haben wir 2013 im Rahmen unseres Programms Health@work eine Reihe von Projekten aufgesetzt. Dieses Programm soll sowohl unsere gegenwärtigen als auch zukünftigen Mitarbeiter dabei unterstützen, neue Arbeitsweisen zu entwickeln.

 

Ein Beispiel davon ist „Zero email“, unsere Vision zur drastischen Verringerung von E-Mails zwischen Mitarbeitern bei Atos. Zu diesem Zweck verwenden wir verbesserte Kommunikations-Apps  und neuartige Kollaborations-Tools. Das Projekt ist nicht nur darauf ausgerichtet, die interne E-Mail zu verringern, sondern soll Angestellte auch ermutigen, sich vom Schreibtisch zu lösen und direkt miteinander zu reden. Damit fördert es nicht nur die Geselligkeit, sondern trägt auch zu einem größeren Ideenaustausch bei.

 

Ein weiteres Element, das wir fördern möchten, ist das „Reverse Mentoring“. Belegschaften umfassen heutzutage vier Generationen, inklusive einer großen Anzahl von Nachwuchskräften mit digitalem Know How. Diese „Millennials“ sind mit Formen der virtuellen Zusammenarbeit durch soziale Netzwerke und „Content Sharing“ aufgewachsen. Wir ermuntern sie, ihr digitales Wissen anzuwenden, um ihre älteren Kollegen weiterzubilden. Davon profitieren beide Seiten: das Personal mit Bedarf an technischer Unterstützung und die jungen Mentoren, die den Zusatznutzen sehen, den sie für ihre älteren Kollegen erbringen.

 

Wir ermutigen alle Mitarbeiter, ihr Wissen weiterzugeben. Das gilt für unser erfahrenes Personal genauso wie für neue Mitarbeiter. Jeder hat seine Stärken. Indem wir unsere Fertigkeiten miteinander teilen, leisten wir alle einen Beitrag zur Arbeitskultur.

 

Im digitalen Zeitalter wird es schwieriger, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Berufs- und Privatleben zu erreichen. Aber Arbeitgeber, die die Zeit und Ressourcen investieren, um die Zufriedenheit und Motivation der Mitarbeiter zu sichern, werden im Gegenzug von einer lebendigeren Belegschaft profitieren. Diese Flexibilität ist entscheidend dafür, dass Mitarbeiter sich veränderten Marktbedingungen anpassen und ihren Kunden den gleichen großartigen Service bieten können, den sie selbst von ihrem Arbeitgeber erhalten.

Andrew Kinder

Als Chefpychologe von Atos spielt Andrew Kinder eine führende Rolle im Wellbeing@Work-Programm von Atos, das die Gesundheit und das Wohlbefinden der Atos-Mitarbeiter verbessern soll. Andrew Kinder arbeitet seit 15 Jahren in der Arbeitsplatz-Beratung. 

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